Von der Notwendigkeit des anonymen Bloggens

Wünschenswert wären mündige Bürger, die zu ihrer Meinung stehen. Das setzt nicht nur voraus, dass Bürger mündig sind und eine Meinung haben, sondern auch, dass man ob seiner Meinungsäußerung keine Repressalien zu befürchten hat. In der besten aller Welten wäre dies so. Wir leben jedoch zum einen in einer Neidgesellschaft – missliebige Nachbarn und Arbeitskollegen könnten die Informationen nutzen, um den Blogger anzuschwärzen, ihm zu schaden – aber weitaus mehr zu fürchten ist die „Führungscrew“ dieser irre gewordenen Welt. Wobei sich wohl kaum ein Herr Bush oder eine Frau Merkel um die Inhalte dieses Blogs scheren (dass unsere Politmischpoke nicht weiß was ein Browser ist, hat sie ja schon kundgetan, ebensowenig interessiert sie sich für Bürgers Meinung), aber dazu hat man ja schließlich seine Staatssicherheit. Ich jedenfalls werde fürderhin meine Beiträge hier verfassen. Eine hundertprozentige Anonymität ist auch hier nicht gewährleistet, aber da ich weder beabsichtige, Anleitung zum Sturz von Regierungen noch zum Bau der dafür eventuell notwendigen Zutaten hier online zu stellen, sollte das Maß an Anonymität ausreichend sein.

Wie regelmäßig ich schreibe wird sich herausstellen, ob Gastblogger dazustoßen ebenfalls. In diesem Sinne: Happy Bloging…


2 Antworten

  1. Nee, die Führungscrew fürchte ich weit weniger als die Exekutive, diese selbsternannten Staatsschutzrambos, bei denen Knüppel leicht mal noch lockerer sitzt als die wenige Hirnmasse die ihre Ausbildung überlebt hat..

    P.S.: Du befindest dich auf dem wordpress.com Server. In wie weit werden hier die IPs der Kommentierenden gelogged? Warum ist die Eingabe meiner Mailadresse zum Kommentieren notwendig? Schützt du deine Leser/Kommentierer ausreichend davor sich selbst durch unüberlegte Äusserungen eine Falle zu stellen? Deine Texte animieren dazu sich zu beteiligen, aber solche Fragen solltest du vielleicht von dir aus nochmal ausgiebig für die Nutzer klären und klarstellen.

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