Blogpause

…voraussichtlich bis Ende des Monats. Als kurze Pflichtlektüre empfehle ich in der Zeit die Meinung des Herrn Geissler über den Ausfall des Berliner Finanzsenators Sarrazin zum Thema “Gesundes Fressen für Arbeitsscheuelose”. Immerhin: Teure Brechmittel benötigt der Berliner Erwerbslose nicht, da langen Äußerungen der Politmischpoke.

Berechnender Sozialstaat

Die im Lande lebenden Wirtschaftsbosse und das Politpack lassen dem Präkariat nur aus einem Grund eine gewisse Grundsicherung zukommen, nämlich damit das Volk nicht die Paläste stürmt. Und da nun die Politmischpoke sieht, dass der Urnenpöbel zu müde und zu faul zum Stürmen ist, werden soziale Sicherung - und bei der Gelegenheit auch die Grundrechte - immer ein Stück weiter abgebaut. Sobald der Mob muckt rudert man wieder ein bisschen zurück, um den Schritt bei der nächsten Kürzungswelle wieder mit einzubeziehen.

Im Grunde müsste das ALG II doch PSA heißen: Präkariat stillhaltende Almosen.

Politischer Aschermittwoch

Kurz zusammengefasst: blablabla *floskel bla bla *beschimpf blablabla *polemisier blablabla *dummschwätz bla.

Ja, ja

Nein, weder lustlos, noch frustriert, noch mangelt es an Themen. Nur gerade viel zu tun. Prioritäten und so.

Staatspolitisch bedenklich

Unsere charmante Volkskanzlerin meldete sich mal wieder zu Wort:

“Ich finde es staatspolitisch sehr bedenklich, dass die SPD dort eine Große Koalition einfach ausschließt.” Zugleich machte Merkel die SPD für die Wahlerfolge der Linkspartei verantwortlich. “Ich sehe mit Sorge, dass der Einzug der Linkspartei in zwei wichtige Landtage in den westlichen Bundesländern nicht verhindert werden konnte”, sagte die CDU-Vorsitzende der Zeitung weiter. [Quelle: SpOn]

Ich denke, die gute Floskelschieberin meint wirtschaftspolitisch. Und womit man den Einzug von ungeliebten Parteien verhindern könnte, darüber mag sich die Aufschwungskanzlerin mal Gedanken machen…

Lesebefehl

Der Spiegelfechter: Immer ein Blick wert. Diesmal erst recht!

75 Jahre…

…ist das her. Und all zu viel scheinen wir nicht gelernt zu haben.

Kinder retten doch immer die Quote

In Lichtenberg wurde gestern ein sechsjähriges Mädchen vergewaltigt. Eine grausame Sache, keine Frage. Die Abendschau berichtete gestern Abend kurz und suchte nach Zeugen. Auch sinnvoll, auch keine Frage. Wie nun allerdings sämtliche Sender - egal ob privat oder zwangsfinanziert - diese Sache ausschlachten geht auf keine Kuhhaut mehr. Natürlich wird keine Möglichkeit ausgelassen die mangelnde Sicherheit allgemein und die der Kinder im Speziellen zu beklagen. Kommt auf den Teppich zurück: Die Zahlen der Sexualdelikte sind seit Jahren rückläufig, aber das Thema verkauft sich doch so schön. Und dabei geht es nicht im Geringsten um Aufklärung der Kinder oder das Schaffen von gesellschaftlichen Umständen, die von vornherein solche Situationen minimieren - und dabei meine ich keine selbsternannten Dorfsherifs! Hier geht’s nur um Auflage, um moralische Entrüstung, und die “Schwanz-Ab-Rufer” kommen wieder auf ihre Kosten. Eigentlich fehlt nur noch, dass der Vergewaltiger ein Ausländer ist, und schon höre ich diverse Köche losbrüllen…

Ins eigene Knie geschossen

Bis auf wenige Ausnahmen haben Arbeitssuchende ab einem gewissen Alter keine Chance mehr, adäquat unterzukommen. Ebenso sieht es mit den Leuten aus, die keine Ausbildung oder “Qualifikation” haben - und zwar völlig unabhängig davon, wie gut sie ihren Job ausüben könn(t)en.

Mal abgesehen davon, dass diese Menschen trotz ihrer Fähigkeiten immer wieder in ihrem Gefühl, nix (mehr) wert zu sein, bestätigt werden - die Wirtschaft schießt sich damit souverän ins eigene Knie. Die Lebens- und Berufserfahrung älterer Menschen kann für jeden Arbeitgeber von unermesslichem Wert sein - wobei ich nun wahrlich kein Freund von der Zwangsarbeit bis Ultimo bin. Aber wieviel “Humankapital” dort im wahrsten Sinne auf der Straße liegenbleibt ist eigentlich unfassbar. Aber in dieser Gesellschaft ist so vieles unfassbar, von daher…

Tja, so was passiert halt wenn Geldgeilheit und Borniertheit zusammenkommen…

Nummernschilder-Scan ist verfassungswidrig

Nach einem vom ADAC in Auftrag gegebenen Rechtsgutachten verstoßen sieben Bundesländer, in denen Kfz-Kennzeichen per Video-Scanning zu Kontrollzwecken erfasst werden, gegen die Verfassung.

[Quelle]